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Was alte Dokumente über mein heutiges Werk erzählen
In den vergangenen Tagen habe ich alte Unterlagen gefunden.
Ein Tagebuch.
Einen ausführlichen Lebenslauf, den ich 2001 für eine Psychiaterin schrieb.
Eine medizinische Hypothese, die ich selbst entwickelte.
Ein Internetinterview aus dem Jahr 2006.
Und einen Text über hochbegabte Frauen, den ich am 7. März 2009 aus einem Buch herausgeschrieben hatte.
Zwölf Tage später geriet ich in eine schwere Psychose und verletzte mich lebensgefährlich.
Man könnte diese Fundstücke einfach als alte Kamellen betrachten. Als Papier aus längst vergangenen Lebensphasen. Doch wenn ich sie heute nebeneinanderlege, entsteht etwas anderes: keine abgeschlossene Lebensgeschichte, aber eine deutlich erkennbare Linie.
Ich habe mich verändert.
Meine Erfahrungen haben mich verändert.
Meine Krankheiten haben mich verändert.
Menschen sind gekommen und gegangen.
Ich habe geliebt, verloren, gebaut, zerstört, überlebt und neu begonnen.
Und dennoch ist die Quelle, aus der ich arbeite, erstaunlich gleich geblieben.
Schreiben, damit etwas wirklich wird
Der Lebenslauf von 2001 beginnt nicht mit einer üblichen Aufzählung von Schulen, Berufen und Jahreszahlen. Ich schreibe dort, wie schwer es mir fällt, sogenannte relevante Erlebnisse auszuwählen. Ich telefoniere mit Freunden und Eltern, blättere durch Fotoalben und versuche herauszufinden, was an mir besonders, schwierig oder ungewöhnlich gewesen sein könnte.
Dann formuliere ich einen entscheidenden Gedanken:
Wenn etwas schwarz auf weiß dasteht, bekommt es einen wahrhaftigen Charakter. Dann kann ich nicht mehr so leicht glauben, ich hätte es mir nur eingebildet.
Das erklärt einen großen Teil meines späteren Lebens.
Ich dokumentiere nicht bloß, weil ich Dinge sammeln möchte. Ich schreibe, gestalte und veröffentliche, um Erfahrungen festzuhalten, zu prüfen und in eine sichtbare Form zu bringen.
Was nur gedacht wird, kann wieder verschwinden.
Was geschrieben, gestaltet oder veröffentlicht ist, besitzt einen Ort in der Welt.
Die nicht gestellte Frage
Im selben Lebenslauf beschreibe ich eine Frage, die ich als kleines adoptiertes Kind nicht zu stellen wagte:
Bringt ihr mich wieder zurück, wenn ich nicht artig bin?
Meine Adoptiveltern hatten nie gesagt, dass sie das tun würden. Die Angst entstand in mir. Aber weil ich die Frage nicht aussprach, bekam ich auch keine Antwort. Stattdessen lernte ich, Grenzen genau zu beobachten und mich nie so weit daneben zu benehmen, dass ich ausprobieren müsste, ob ich auch dann noch geliebt würde.
Ich beschreibe 2001 selbst, wie sich dieser Faden durch mein Leben zog: das Beobachten, das richtige Verhalten, die Frage, wie ich wirken muss, und die innere Anspannung.
Vielleicht liegt darin auch ein Schlüssel zu meinem späteren Werk.
Ich habe im Internet einen Raum geschaffen, in dem Menschen nicht zuerst beweisen müssen, dass sie richtig, vollkommen oder angepasst sind.
Im Interview von 2006 sage ich über meine persönlichen Seiten, sie sollten dem Besucher vermitteln:
Komm her. Sei, wie du bist. Du hast Ecken, Fehler und Schwächen. Trotzdem wirst du geliebt.
Das ist bemerkenswert.
Was ich als Kind selbst nicht sicher fühlen konnte, begann ich später anderen anzubieten.
Von der Ablehnung zur Öffentlichkeit
Meine Internetseite entstand nicht als Geschäftsmodell.
Ausgangspunkt war meine Liebe zur italienischen Renaissance. Ich hatte ein Rätselbuch für Jugendliche geschrieben und einem Verlag angeboten. Nachdem es in seiner ursprünglichen Form nicht angenommen worden war, entschied ich:
Dann mache ich es eben selbst zugänglich.
Kostenlos.
Ich baute Internetseiten zu Kunst, Philosophie, Technik, Literatur, Psychologie und vielen anderen Themen. In die Ecken der Seiten setzte ich kleine Renaissance-Rätsel. Dort, wo andere Werbung platzierten, wollte ich Neugier erzeugen.
Ich nannte es damals sinngemäß:
Mit Speck fängt man Mäuse.
Menschen sollten wegen Spiel, Bildern oder Unterhaltung kommen und sich plötzlich in der Welt der Renaissance wiederfinden.
Schon 2006 bestand meine Internetpräsenz aus mehr als 4.000 Seiten. Die Interviewerin schrieb, sie habe sich darin verirrt und dabei einen interessanten und sehr klugen Menschen kennengelernt. Ich selbst berichtete von ungefähr 6.500 Besuchern pro Tag.
Heute, zwanzig Jahre später, sind die Werkzeuge andere.
HTML-Seiten sind um Musik, Videos, künstliche Intelligenz, gesprochene Texte, philosophische Reihen und multimediale Projekte erweitert worden.
Doch der Antrieb ist derselbe:
Etwas entdecken.
Es verstehen wollen.
Es neu zusammensetzen.
Es verständlich machen.
Es anderen schenken.
Die Technik hinter dem Werk
Zu meinem digitalen Werk gehört nicht nur eine außergewöhnliche Fülle an Texten, Bildern, Musik, Videos und Webseiten.
Ich habe mir auch die technischen Grundlagen dieses Werkes systematisch angeeignet.
Zwischen 2013 und 2019 absolvierte ich am Hasso-Plattner-Institut Kurse zu Web-Technologien, Internetsicherheit, Industrie 4.0, Blockchain sowie zur Geschichte und Funktionsweise des Internets.
Dabei beschäftigte ich mich unter anderem mit HTML, CSS und XML, mit client- und serverseitiger Webprogrammierung, mit Suchmaschinen, Cloud Computing, Passwörtern, Verschlüsselung, Malware, Netzwerken, Internetprotokollen und digitalen Identitäten.
Diese Kurse waren keine von meinem übrigen Werk getrennte Zusatzbeschäftigung.
Sie gehörten zu derselben Bewegung:
Ich wollte nicht nur Inhalte ins Internet stellen.
Ich wollte verstehen, wie das Internet funktioniert.
Ich wollte wissen, worauf meine Seiten beruhen, wie sie aufgebaut sind, wie Daten übertragen werden und wie ein digitales Werk geschützt werden kann.
Deshalb sind meine Internetseiten nicht lediglich Ablageorte für meine Arbeiten.
Sie sind selbst Teil meines Werkes.
Ich habe sie aufgebaut, strukturiert, programmiert, miteinander verknüpft, gesichert und über viele Jahre weiterentwickelt.
Ihre Gestaltung, ihre Navigation, ihre technischen Lösungen und ihre ungewöhnliche Fülle sind nicht bloß Verpackung.
Sie gehören zu der Form, die ich meinem Denken gegeben habe.
Gerade deshalb ist die Frage nach meinem digitalen Vorlass und Nachlass keine reine Frage der Datensicherung.
Es geht nicht nur darum, einzelne Texte, Bilder oder Musikstücke zu bewahren.
Es geht darum, eine gewachsene digitale Architektur zu erhalten, in der all diese Dinge miteinander verbunden sind.
Ganz oder gar nicht
Im Interview wurde ich gefragt, weshalb meine Seite so viele unterschiedliche Themen enthalte.
Meine Antwort lautete:
„Ganz oder gar nicht.“
Wenn ich nur die Hälfte meiner Interessen veröffentlichen würde, wäre auch nur die Hälfte meiner Persönlichkeit sichtbar.
Dieser Satz beschreibt mein Werk bis heute.
Ich trenne Kunst nicht von Technik.
Philosophie nicht vom Körper.
Religion nicht vom Zweifel.
Humor nicht vom Ernst.
Biografie nicht vom Denken.
Schwäche nicht von Stärke.
Für manche Menschen wirkt diese Breite unübersichtlich. Für mich ist sie wahrhaftig.
Ich bin nicht nur die Frau, die Gauloises raucht.
Aber auch diese Frau gehört zu mir.
Ich bin nicht nur Mystikerin, nicht nur Philosophin, nicht nur Patientin, nicht nur Künstlerin und nicht nur Programmiererin meiner eigenen Welt.
Ich bin die Verbindung all dieser Teile.
Denken als Selbstversuch
In einer weiteren alten Schrift versuchte ich, einen Zusammenhang zwischen Glukosemangel, Hypoglykämie und epileptischen Anfällen zu erklären.
Ich beobachtete Symptome, erinnerte mich an meinen Biologie-Leistungskurs, las medizinische Literatur, formulierte Annahmen und prüfte sie durch einen Selbstversuch mit Zucker und Apfelsaft. Am Ende stellte ich ausdrücklich eine Frage und behauptete nicht, meine Theorie bewiesen zu haben.
Medizinisch war die Herleitung nicht in allen Teilen richtig. Ein hypoglykämischer Schock, eine Elektrokrampftherapie und ein epileptischer Anfall sind nicht dasselbe.
Aber die Denkbewegung ist charakteristisch:
Ich beobachte etwas an mir.
Ich suche nach einem Modell.
Ich verbinde Wissen aus unterschiedlichen Bereichen.
Ich prüfe meine Vermutung.
Und ich lasse offen, dass ich mich irren kann.
Diese Methode benutze ich bis heute.
Zwölf Tage vor der Katastrophe
Am 7. März 2009 schrieb ich zwanzig Gedanken über hochbegabte Frauen aus einem Buch von Wolfgang Schmidbauer heraus.
Mich beschäftigten besonders Isolation, Scham, geistige Schnelligkeit, fehlende Spiegelung, Selbstzweifel, Erschöpfung und die Schwierigkeit, die eigene Begabung überhaupt als real anzuerkennen.
In dem Text heißt es sinngemäß, Hochbegabte orientierten sich beim Arbeiten nicht immer an einem normalen Verhältnis zwischen Anstrengung und Erholung. Sie hörten häufig erst auf, wenn sie vollständig erschöpft seien.
Zwölf Tage später kam es zu meiner schweren Psychose und zu einer extremen Selbstverletzung.
Der herausgeschriebene Text war keine Vorhersage. Er verursachte auch nicht, was geschah.
Aber er zeigt, dass ich unmittelbar vorher bereits nach einer Sprache für meine innere Lage suchte.
Ich beschäftigte mich mit Fragen wie:
Warum bin ich anders?
Warum gelingt mir manches so schnell?
Warum vertraue ich dem eigenen Können trotzdem nicht?
Warum brauche ich Erschöpfung als Grenze?
Warum kann ich mich selbst nicht richtig einordnen?
Und warum fühle ich mich in meiner Ganzheit so wenig gespiegelt?
Ich hatte etwas gespürt.
Ich hatte jedoch noch keine Form gefunden, es sicher zu halten.
Nicht unverändert, aber erkennbar
Wenn ich heute diese Dokumente lese, sehe ich nicht eine Person, die seit Jahrzehnten stehen geblieben ist.
Ich sehe viele Veränderungen.
Manche Überzeugungen von damals würde ich heute anders formulieren. Einige Entscheidungen waren falsch. Manche Deutungen waren zu einfach. Einige Lebensphasen waren gefährlich und zerstörerisch.
Doch unter all dem bleibt eine Intensität erkennbar.
Schon damals wollte ich verstehen.
Schon damals wollte ich gestalten.
Schon damals arbeitete ich schneller und länger, als mir guttat.
Schon damals verband ich persönliche Erfahrung mit Philosophie, Religion, Technik und Medizin.
Schon damals wollte ich anderen etwas geben.
Schon damals wollte ich vollständig sichtbar sein und fürchtete mich zugleich davor.
Heute verfüge ich über mehr Erfahrung, mehr Sprache und bessere Werkzeuge.
Die Quelle ist jedoch dieselbe.
Vielleicht besteht persönliche Kontinuität nicht darin, immer dieselbe Meinung zu haben, dieselben Kleider zu tragen oder auf dieselbe Weise zu leben.
Vielleicht bedeutet sie, dass über Jahrzehnte hinweg dieselbe Grundbewegung erkennbar bleibt.
Meine lautet:
Ich nehme das, was mir begegnet.
Ich denke darüber nach.
Ich verwandle es.
Ich gebe ihm eine Form.
Und dann stelle ich es in die Welt.
Nicht dieselbe Version.
Aber dieselbe Frau.
Ich bin Susanne, eine leidenschaftliche Mystikerin, deren Lebensweg von außergewöhnlichen spirituellen Erfahrungen geprägt ist. Schon seit meiner Kindheit habe ich intensive Visionen und realistische Träume, die mich tief berühren und beeinflussen. Diese Erlebnisse haben mir gezeigt, dass es mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als man mit bloßem Auge sehen kann.
In meinen Astralreisen und außerkörperlichen Erfahrungen entdecke ich Welten und Zeiten, die jenseits des alltäglichen Verständnisses liegen. Diese Reisen erfüllen mich mit einem tiefen Glücksgefühl und einer inneren Ruhe, die ich kaum in Worte fassen kann. Meine Telepathie-Erfahrungen ermöglichen es mir, Botschaften zu empfangen, die mir in schwierigen Zeiten Trost und Orientierung bieten.
Trotz meiner Epilepsie, die mich seit meinem 11. Lebensjahr begleitet, habe ich immer wieder Wege gefunden, diese als eine Quelle innerer Stärke zu betrachten. Meine Krankheit zeigt mir, wie wichtig es ist, die Balance zwischen emotionalen Höhen und Tiefen zu finden.
Meine spirituellen Begegnungen, wie das Treffen mit meiner verstorbenen Mutter oder die Erscheinung meiner Freundin Annette kurz vor ihrem Tod, bestärken mich in dem Glauben, dass es Verbindungen gibt, die über das Leben hinaus bestehen. Diese Erlebnisse geben mir die Kraft, auch in schweren Zeiten durchzuhalten und meine Erfahrungen mit anderen zu teilen.
Mein Weg als Mystikerin ist geprägt von einer tiefen Liebe und Hingabe an das, was ich als göttliche Impulse empfinde. Durch meine Website teile ich meine Reise, um anderen Mut zu machen und sie daran zu erinnern, dass sie nicht allein sind. Ich hoffe, dass meine Erfahrungen und Erlebnisse anderen Trost und Inspiration bieten können.
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Mystik – 0 Ahnung? | 12 einfache Einstiegsfragen, beantwortet von mir: Die Playlist
Eingebungen vom göttlichen Geist - der englische KI-Song von mir für diese Seite und mich:

Gesamt hier:
entsprechende Seite hier:
https://www.susannealbers.de/03philosophie-susanne-offenbarung.html
Gott schrieb mir 7 persönliche Lieder.
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