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Ich glaube; hilf meinem Unglauben. Markus 9,24

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Raffaello Sanzio (1483-1520), Die Verklärung Christi, 1518-20, Öl auf Leinwand, 405 x 278 cm, Pinakothek im Vatikan in Rom, Angefertigt im Auftrag von Kardinal Giulio di Medici für die französische Kathdrale in Narbonne, restauriert 1977.

Die Verklärung Jesu

(Mt 17,1-13; Lk 9,28-36)

9,2 Und nach sechs Tagen nahm Jesus mit sich Petrus, Jakobus und Johannes und führte sie auf einen hohen Berg, nur sie allein. Und er wurde vor ihnen verklärt; 9,3 und seine Kleider wurden hell und sehr weiß, wie sie kein Bleicher auf Erden so weiß machen kann. 9,4 Und es erschien ihnen Elia mit Mose, und sie redeten mit Jesus. 9,5 Und Petrus fing an und sprach zu Jesus: Rabbi, hier ist für uns gut sein. Wir wollen drei Hütten bauen, dir eine, Mose eine und Elia eine. 9,6 Er wußte aber nicht, was er redete; denn sie waren ganz verstört. 9,7 Und es kam eine Wolke, die überschattete sie. Und eine Stimme geschah aus der Wolke: Das ist mein lieber Sohn; den sollt ihr hören! 9,8 Und auf einmal, als sie um sich blickten, sahen sie niemand mehr bei sich als Jesus allein. 9,9 Als sie aber vom Berge hinabgingen, gebot ihnen Jesus, daß sie niemandem sagen sollten, was sie gesehen hatten, bis der Menschensohn auferstünde von den Toten. 9,10 Und sie behielten das Wort und befragten sich untereinander: Was ist das, auferstehen von den Toten?

_9,11 Und sie fragten ihn und sprachen: Sagen nicht die Schriftgelehrten, daß zuvor Elia kommen muß? 9,12 Er aber sprach zu ihnen: Elia soll ja zuvor kommen und alles wieder zurechtbringen. Und wie steht dann geschrieben von dem Menschensohn, daß er viel leiden und verachtet werden soll? 9,13 Aber ich sage euch: Elia ist gekommen, und sie haben ihm angetan, was sie wollten, wie von ihm geschrieben steht.

Die Heilung des besessenen Knaben

(Mt 17,14-21; Lk 9,37-42)

9,14 Und sie kamen zu den Jüngern und sahen eine große Menge um sie herum und Schriftgelehrte, die mit ihnen stritten. 9,15 Und sobald die Menge ihn sah, entsetzten sich alle, liefen herbei und grüßten ihn. 9,16 Und er fragte sie: Was streitet ihr mit ihnen? 9,17 Einer aber aus der Menge antwortete: Meister, ich habe meinen Sohn hergebracht zu dir, der hat einen sprachlosen Geist*. 9,18 Und wo er ihn erwischt, reißt er ihn; und er hat Schaum vor dem Mund und knirscht mit den Zähnen und wird starr. Und ich habe mit deinen Jüngern geredet, daß sie ihn austreiben sollen, und sie konnten's nicht. 9,19 Er aber antwortete ihnen und sprach: O du ungläubiges Geschlecht, wie lange soll ich bei euch sein? Wie lange soll ich euch ertragen? Bringt ihn her zu mir! 9,20 Und sie brachten ihn zu ihm. Und sogleich, als ihn der Geist sah, riß er ihn. Und er fiel auf die Erde, wälzte sich und hatte Schaum vor dem Mund. 9,21 Und Jesus fragte seinen Vater: Wie lange ist's, daß ihm das widerfährt? Er sprach: Von Kind auf. 9,22 Und oft hat er ihn ins Feuer und ins Wasser geworfen, daß er ihn umbrächte. Wenn du aber etwas kannst, so erbarme dich unser und hilf uns! 9,23 Jesus aber sprach zu ihm: Du sagst: Wenn du kannst - alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt. 9,24 Sogleich schrie der Vater des Kindes: Ich glaube; hilf meinem Unglauben! 9,25 Als nun Jesus sah, daß das Volk herbeilief, bedrohte er den unreinen Geist und sprach zu ihm: Du sprachloser und tauber Geist, ich gebiete dir: Fahre von ihm aus und fahre nicht mehr in ihn hinein! 9,26 Da schrie er und riß ihn sehr und fuhr aus. Und der Knabe lag da wie tot, so daß die Menge sagte: Er ist tot. 9,27 Jesus aber ergriff ihn bei der Hand und richtete ihn auf, und er stand auf. 9,28 Und als er heimkam, fragten ihn seine Jünger für sich allein: Warum konnten wir ihn nicht austreiben? 9,29 Und er sprach: Diese Art kann durch nichts ausfahren als durch Beten.* *In der späteren Überlieferung finden sich zusätzlich die Worte: «und Fasten».

 

Ich hatte eine Eingebung zum Thema der Jahreslosung 2020:

Ich glaube; hilf meinem Unglauben. Markus 9,24

Ich wollte es verstehen, warum ich zwar einerseits tief und fest glaube, wie der Vater des Knaben, aber doch dann viel zu ungläubig bis, als daß ich mir zutraue, Gott, der unter anderem auch in mir wirkt, zu vertrauen, daß ich durch meinen Glauben allein, meine Epilepsie besiegen kann.

So geht es auch dem Vater des Knaben.

 

Nun zu meiner Eingebung vom 23.12.2019 in kurzen Stichwörtern:

- Jesus mit Mose und Elias auf dem Berg Tabor
Jünger in der Mitte
Das Volk, Vater mit Knaben unten.

- Jesus, Mose, Elias, Jünger, Vater und Knabe sind alle gleich viel wert vor Gott (dem Gott in uns), sind alle eines.

 

Jetzt ein kurzer Ausflug:

2. Brief des Paulus an die Korinther: Die Offenbarungen des Herrn und die Schwachheit des Apostels

12,1 Gerühmt muß werden; wenn es auch nichts nützt, so will ich doch kommen auf die Erscheinungen und Offenbarungen des Herrn. 12,2 Ich kenne einen Menschen in Christus; vor vierzehn Jahren - ist er im Leib gewesen? ich weiß es nicht; oder ist er außer dem Leib gewesen? ich weiß es auch nicht; Gott weiß es -, da wurde derselbe entrückt bis in den dritten Himmel. 12,3 Und ich kenne denselben Menschen - ob er im Leib oder außer dem Leib gewesen ist, weiß ich nicht; Gott weiß es -, 12,4 der wurde entrückt in das Paradies und hörte unaussprechliche Worte, die kein Mensch sagen kann. 12,5 Für denselben will ich mich rühmen; für mich selbst aber will ich mich nicht rühmen, außer meiner Schwachheit. 12,6 Und wenn ich mich rühmen wollte, wäre ich nicht töricht; denn ich würde die Wahrheit sagen. Ich enthalte mich aber dessen, damit nicht jemand mich höher achte, als er an mir sieht oder von mir hört. 12,7 Und damit ich mich wegen der hohen Offenbarungen nicht überhebe, ist mir gegeben ein Pfahl ins Fleisch, nämlich des Satans Engel, der mich mit Fäusten schlagen soll, damit ich mich nicht überhebe. 12,8 Seinetwegen habe ich dreimal zum Herrn gefleht, daß er von mir weiche. 12,9 Und er hat zu mir gesagt: Laß dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, damit die Kraft Christi bei mir wohne. 12,10 Darum bin ich guten Mutes in Schwachheit, in Mißhandlungen, in Nöten, in Verfolgungen und Ängsten, um Christi willen; denn wenn ich schwach bin, so bin ich stark.

 

- Im Knaben und in Paulus finde ich mich wegen der Epilepsie wieder.

 

- Jesus, Mose, Elias, Vater, Sohn und Paulus sind eins.

- Alle sind Jesus bzw. göttlich, wenn sie geboren werden.

- Alle haben Leiden und sind der Sohn.

- Leiden können aber auch persönliche Gebrechen, kleine und große, auch Tugenden und Sünden sein.

- Alle sind Paulus und sollen nicht stolz sein, darum haben alle irgendwelche Gebrechen, damit sich sich nicht erheben und so oft stolz sind.

 

- Jetzt beziehe ich mich mit ein:

- Ich bin Jesus, der Vater des Knaben, der Knabe und Paulus.

- Alle sind Jesus, der Knabe, der Vater und Paulus.

 

Jetzt zur Jahreslosung 2020:

Alle glauben nicht genug, vertrauen Gott, der in ihnen allen ist, zu wenig.

Sie haben zu wenig Selbstvertrauen in ihre eigene göttliche Macht.

 

Filmbeispiel Star Wars - Luke Skywalker bei Yoda:

Luke soll das Raumschiff aus dem Sumpf heben.

Erst nachdem er genug Vertrauen in seine eigene göttlliche Macht hat, gelingt es ihm.

ENDE

 

Text: Susanne Albers (2019)

 

 
 

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