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Sind wir in diesem Krieg kompromisslos?

Unser kompromissloser Krieg

Es ist für uns Europäer und Amerikaner sehr leicht Herrn Putin zu verurteilen…

Ich würde sagen zu leicht!

Denn wir tragen Scheuklappen.

Unser gesamter europäischer Wohlstand ist ein erkaufter Kompromiss:

- unseren Müll bringen wir nach Asien
- unsere Jeans wird in Bangladesh für 30 Cent Stundenlohn genäht
- die Milch, die wir kaufen, wird von Kühen produziert, die Soja aus Ländereien des abgeholzten Regenwaldes fressen.
- unsere Smartphones haben Akkus aus Lithium, daß billig in Chile abgebaut wird und auch nicht endlos vorhanden ist.
- unsere Fische auf dem Teller stammen zum Teil aus dem Nordatlantik, den wir so lange überfischen, bis die Fischgründe erschöpft sind, der Fisch ausstirbt, aber das ist uns egal; wir haben ja viel Geld und machen dann im Pazifik weiter, woher wir ja schon unseren Thunfisch haben.
- unsere Computer kommen aus Asien, zusammengebaut von Billiglöhnern.
… und die Liste geht endlos weiter ...

Was siehst du aber den Splitter im Auge deines Gegners, und nimmst nicht wahr, ein Balken ist in deinem Augen.

Erst wenn der böse Herr Putin Waffengewalt einsetzt, und ein Land angreift, dann wachen wir auf…. Warum?

Wer im Jemen gerade stirbt, interessiert uns doch auch nicht großartig.

Erst wenn Herr Putin mit Atomwaffen droht, kollabieren wir innerlich aus lauter Angst ums nackte Überleben…. Warum? All die Waffen sind schon viele Jahrzehnte vorhanden, nur daß sie bisher nicht genutzt wurden.

Wir haben es Jahrzehnte lang hingenommen, daß wir auf Kosten anderer unseren Wohlstand ausleben, was Herr Putin übrigens auch macht.

Und jetzt pinkelt uns Herr Putin ans Bein…. und was machen wir?

Wir kaufen Waffen, bringen sie in die Ukraine… und lassen die Ukrainer unseren europäischen Wohlstand verteidigen…

Wir haben nicht mal den Schneid, unsere Angelegenheiten selbst zu regeln.

Wir sind es ja gewohnt: wir zücken den Euro- oder Dollarschein und andere machen für uns die schmutzige Arbeit.

Na gut… dann besänftigen wir noch unser “restverbleibendes” Gewissen, und spenden für die armen Ukrainer…

Und was machen die damit?

Wenn wir Pech haben, kaufen sie statt Lebensmitteln und Medikamenten weitere Waffen… und, und, und…..

Es ist eine endlos Spirale…

Ganz klar ist das momentane Vorgehen von Herrn Putin nicht zu akzeptieren;

aber ist es im Gegensatz dazu, so einfach zu akzeptieren, was wir machen?

Ich denke für mich,

daß ich soviele Kompromisse zu Gunsten meiner Selbst eingehe, und so oft die Augen verschließe, wenn ich die nächste Jeans kaufe,

daß ich – ich ganz persönlich – nicht anfange mit Steinen zu werfen.

Diese gesamten Tage und Wochen, die wir gerade erleben, stellen für uns alle eine Zäsur dar.

Irgendwann muß es mal gut sein, und wir müssen umdenken bzw. neu denken.

 

(Text: Susanne Albers 2022)

(Filmskulptur von mir animiert: Schwerter zu Pflugscharen, Skulptur von Jewgeni Wiktorowitsch Wutschetitsch - 1959 Geschenk der Sowjetunion an die UNO - Garten im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York City)

 
 

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